Räder auswuchten erhöht Sicherheit und Komfort

Räder auswuchten erhöht Sicherheit und Komfort

Sie fahren mit Ihrem Auto und stellen fest, dass das Lenkrad beim Fahren vibriert und nicht nur das, sondern im Grunde merkt man ein Vibrieren durch das komplette Fahrzeug hindurch. Je schneller Sie fahren, desto mehr verstärkt sich diese Vibration. Spätestens wenn Sie diese Symptome in Ihrem Fahrzeug wahrnehmen, sollten Sie Ihre Werkstatt aufsuchen und darum bitten, die Räder auf Unwuchten zu überprüfen.

Nicht nur ein Nachlassen des Komforts (Vibration), sondern auch die Sicherheit lässt mit einer Unwucht im Rad spürbar nach. Läuft ein Rad nicht rund heißt das, dass das Rad immer wieder an einer (oder mehreren) Stelle/n den Kontakt und damit die Haftung verliert. Auch wenn sich dies anfänglich nur in minimalem Maße abspielt, wird die Phase des fehlenden Kontaktes mit größer werdender Unwucht auch immer größer. Dies kann zu unkontrollierbaren Lenkbewegungen führen. Ein unregelmäßiger Kontakt führt unweigerlich auch zu einer unregelmäßigen Abnutzung des Profils Ihrer Reifen. Es sind also weitere Folgeprobleme bereits erkennbar.

Eine Unwucht von ca. 10 g bedeutet bei 100 km/h eine Fliehkraft, die so hoch ist, wie ein 2,5 kg Paket an Ihrem Rad. Bei 200 km/h sprechen wir von ca. 10 kg (!). Diese Gewichte zerren an Rädern, Radlagern, Achsaufhängung und dadurch auch an der Karosserie. Das führt unweigerlich zu höherem Verschleiß mit der Folge, dass die Lebensdauer Ihres Autos verkürzt wird.

Wie kommt es zu einer Unwucht?

Bereits in der Produktion von Reifen kann es zu Toleranzen kommen, die im laufenden Betrieb des Autos zu einer Unwucht führen. Ebenso ensteht eine Unwucht durch Profilabrieb im Rahmen einer Vollbremsung oder Kurvenfahrten, schwerer Beladung und anderes. Also immer dann, wenn der Reifen nicht gleichmäßig sein Profil abfahren kann. Auch falsche Lagerung kann ein Grund dafür sein, dass der Reifen nicht mehr rund ist. Bordsteinkantenrempler, Schlaglochfahrten o.ä. können außerdem eine Unwucht verursachen.

Was macht eine Wuchtmaschine?

Um die Stelle herauszufinden, die die Ursache für eine Unwucht ist, wird das Rad in eine Wuchtmaschine eingesetzt und in Rotation (wie bei der Fahrt mit dem Auto) versetzt. Sensoren tasten das sich drehende Rad ab und stellen die Stelle/n der Unwucht fest und gibt dem Monteur die Vorgabe, wo und wie schwer entsprechende Felgengewichte eingesetzt werden sollen.

Wie oft sollten Räder gewuchtet werden?

Im Grunde bietet es sich natürlich an, immer dann, wenn Reifenwechsel ist (O bis O), die Räder auszuwuchten. Da man aber auch die Wuchtgewichte, die es ggfs. auf Ihrer Felge bereits gibt, verlieren kann, sollte man ab und an ein Auge darauf werfen, und wenn Sie feststellen, dass da eines fehlt, helfen wir Ihnen selbstverständlich gerne weiter.

Ihr Autohaus Zeiger-Team

Räder auswuchten erhöht Sicherheit und Komfort

Starkregen im Sommer

Starkregen im Sommer

Sie kennen diese Wetterwarnung sicher, oder?

Kommt der langersehnte Regen im Sommer ist es oft nicht der erhoffte Landregen, sondern vielmehr Starkregen mit vielen zig Litern Wasser pro qm. Schnell sind Straßen und deren Kanäle mit den Wassermengen überfordert und das Wasser bleibt in Unterführungen und auf den Straßen stehen. Selbst gut profilierte Reifen sind dann oftmals nicht mehr in der Lage, bei höheren Geschwindigkeiten, dieses Wasser zu verdrängen. Sobald der Reifen den Kontakt zum Asphalt verliert und aufschwimmt, wird Ihr Fahrzeug unkontrollierbar. Im schlimmsten Fall sind Unfälle die Folge. Steht in Unterführungen  das Wasser zu hoch, kann auch das bei der Durchfahrt nicht mehr verdrängt werden. Hier droht der Ausfall des Fahrzeuges durch Wassereintritt in den Motorraum und auch die Fahrgastzelle kann davon betroffen sein.

Fahren Sie den Verhältnissen entsprechend mit einer angepassten – also eher geringeren – Geschwindigkeit, so dass das Profil Ihrer Reifen die Chance hat, seinen Dienst zu verrichten. Merken Sie, dass der Widerstand am Lenkrad plötzlich nachlässt oder gar komplett weg ist, hilft nur noch eines – langsamer werden. Also Fuß vom Gas und die Räder in Fahrtrichtung stellen. Sind diese eingeschlagen und erhalten plötzlich wieder Grip, ist ein Ausbrechen des Autos wahrscheinlich. Lesen Sie gerne hierzu auch unseren Artikel in den Infothemen zum Thema Aquaplaning.

Wir wünschen Ihnen allzeit eine sichere und gute Fahrt!

Ihr Autohaus Zeiger-Team

Aquaplaning heißt auch Wasserglätte – warum eigentlich?

Aquaplaning heißt auch Wasserglätte – warum eigentlich?

Nicht nur Schilder weisen häufig auf Aquaplaning hin, man hört es auch immer wieder in den Verkehrsmeldungen: Es wird vor Aquaplaning gewarnt, aber was ist das eigentlich genau? Was sind die Auswirkungen und warum ist das so gefährlich?

Aquaplaning nennt man landläufig auch Wasserglätte, weil sich die Fahreigenschaften des Autos ähnlich wie auf Eisglätte anfühlen. Man verliert die Bodenhaftung und gleitet über einen Wasserfilm, der ein Lenken unmöglich macht. Wie auf einer Eisfläche rutscht das Fahrzeug unkontrolliert über diesen Wasserfilm. Das liegt daran, dass sich bei viel Wasser auf der Straße vor den Rädern eine Art Bugwelle aufbaut, die sich wie ein Keil zwischen Asphalt und Reifen schiebt. Damit verliert der Reifen den Bodenkontakt und damit auch jede Haftung. Lenken ist unmöglich. Wird das Wasser auf der Fahrbahn wieder weniger, baut sich die Bugwelle ab, der Reifen erhält wieder Bodenkontakt und das Auto kann kontrolliert werden.

Welche Faktoren beeinflussen nun dieses Verhalten? Welche davon können wir selbst beeinflussen?

Sicherlich maßgeblich ist der Reifen. Speziell Sommerreifen sind für eine hohe Wasserverdrängung ausgelegt, was man an dem häufig V-förmigen Design sehen kann. Mit dieser Struktur wird Wasser von der Mitte der Auflagefläche an den Reifenrand und von dort weg transportiert. Je besser also das Profildesign, desto besser die Verdrängung des Wassers. Sicher werden hier Kompromisse zwischen der Haftung und der Wasserverdrängung gemacht, um einen entsprechend optimalen Einsatz der Reifen zu gewährleisten.

Demnach ist leicht zu verstehen, dass auch die Profiltiefe eine große Rolle spielt. Ist das Profil tief kann dadurch viel Wasser vom Reifen über den Rand hinweg abgeleitet werden. Das ist bei einem geringen Profil nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Des Weiteren sind breite Reifen eher für Aquaplaning anfällig, da diese eine größere Auflagefläche haben und somit die Bugwelle eher entsprechen kann. Ein schmaler Reifen „schiebt“ demnach wesentlich weniger Wasser vor sich her und teilt es im Idealfall eher, als dass ein Wasserkeil entsteht (ähnliches Prinzip findet sich beim Skifahren im Tiefschnee – dort wird vorzugsweise mit sehr breiten Ski gefahren, um auf dem Schnee zu bleiben, wobei schmalere Schnee in die Oberfläche einsinken).

Analog verhält es sich mit dem Reifendruck. Ist dieser zu niedrig, erhöht sich die Auflagefläche, ein Aufschwimmen wird wahrscheinlicher.

An sich naheliegend ist der Faktor Geschwindigkeit. Ein Reifen ist immer nur in der Lage, eine bestimmte Wassermenge pro Zeit zu verdrängen. Je schneller demnach gefahren wird, desto schneller müsste das Reifenprofil die Wassermenge ableiten. Dabei kommt dieser an eine entsprechende Grenze, ist diese überschritten, entsteht Aquaplaning.

Zu den genannten Faktoren kommen weitere, die wir nicht in der Lage sind, zu beeinflussen. Hier ist ganz eindeutig die Fahrbahnbeschaffenheit (rau – weniger Aquaplaninggefahr, glatt – höhere Aquaplaninggefahr) bzgl. der Oberfläche relevant. Aber natürlich auch, wie eben die Fahrbahnoberfläche ist. In durch schwere Fahrzeuge entstandenen Spurrillen sammelt sich ungleich mehr Wasser an und die Gefahr der Wasserglätte steigt, als auf eine Fahrbahn ohne Spurrillen.

Wir freuen uns, wenn Sie eine Aquaplaning freie Zeit auf den Straßen verbringen und sollten Sie doch einmal in die Situation kommen, dass Sie merken, Ihr Auto ist am Schwimmen, nehmen Sie den Fuß vom Gas, denn bei etwas verringerter Geschwindigkeit wird Ihr Auto wieder Haftung erhalten. Bitte vermeiden Sie starke Einlenkbewegungen. Schlagen Sie die Räder während des Aufschwimmens ein und erhalten dann plötzlich wieder Bodenkontakt, nimmt das Fahrzeug Ihre Lenkbewegung sofort an und das kann in der Leitplanke enden. Also bitte nicht in Panik verfallen, Geschwindigkeit reduzieren – aber nicht bremsen, d.h. Fuß vom Gas.

Achten Sie vorsorglich auf Verkehrsdurchsagen, Beschilderung und Vermeiden Sie das Fahren in Spurrillen, wenn es regnet.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt!

Ihr Autohaus Zeiger Team