Scheinwerfer – sehen und gesehen werden

Scheinwerfer – sehen und gesehen werden

In den letzten Jahren hat es in Sachen Scheinwerferlicht eine unglaublich rasante Entwicklung gegeben. Heute haben Scheinwerfer an einem Auto nicht nur eine wichtige Sicherheitsfunktion, sondern sind wahre Schmuckstücke und Designelemente. Aus der VW und AUDI Familie finden Sie einige Beispiele in unserer Galerie.

Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, dass man im Dunklen von leicht gelblich erleuchteten Fahrzeugen angestrahlt wurde. Leider waren diese Lichtquellen nicht wirklich effektiv. Oftmals haben diese Glühlampen nur wenige Meter weit geleuchtet, oftmals sogar geblendet und erinnerten eher an ein Teelicht hinter Glas. Wenn Sie im heutigen Straßenverkehr nachts auf einen Oldtimer treffen, werden sie diesen meist schon durch die wenig hellen Strahler erkennen. Als die normale Glühlampe mehr und mehr dem Halogenlicht gewichen sind, konnte man Mitte der 1960er Jahre von einem Quantensprung in der Ausleuchtung der Fahrbahn sprechen. Das Edelgas Halogen leuchtet effizienter und heller, da der gelbliche Farbton einem weiß gewichen ist.

Mit Einführung des Xenon-Lichtes Anfang der 1990er Jahre wurde nun die Effizienz um ein 2-faches gesteigert bei rund 1/3 weniger Energieverbrauch gegenüber einer Halogenlampe. Es galt zu diesem Zeitpunkt als das non-plus-ultra der Scheinwerfertechnik. Mit dem Xenonlicht kommt man dem normalen Tageslicht sehr nah und daher wird es auch bei den entgegenkommenden Autofahrern als angenehm und nicht blendend empfunden. Wichtig hierbei und daher auch nur zusammen beim Autokauf konfigurierbar ist die Scheinwerferwaschanlage. Diese ist beim Einsatz von Xenonlicht zwingend vorgeschrieben, um aufgrund von Schmutzpartikeln ein Blenden der sehr hellen Scheinwerfer zu vermeiden. Außerdem,  und da stimmen Sie uns sicher zu, können saubere Scheinwerfer auf jeden Fall heller leuchten, als verschmutzte.

2008 war der AUDI R8 das erste Serienfahrzeug, beim dem LED-Lichte als Frontscheinwerfer mit einer EU Sondererlaubnis erlaubt waren. Vorher durfte diese Technik nur in den Rückleuchten von Autos verbaut werden. Eine Lebensdauer von rund 10-20.000 Stunden lassen hier darauf schließen, dass LEDs das Leuchtmittel für ein ganzes Autoleben sein können. Aufgrund der Vielzahl der Anordnungsoptionen der viel kleineren und Platz sparenden LEDs, stellen im heutigen Autodesign die Front- und Heckscheinwerfer einen entscheidenden Faktor für das Fahrzeugdesign dar. Der „böse Blick“ kann so auf vielfältige Weise und Gusto realisiert werden. Selbst sich bewegende Leuchtbänder (z.B. Blinker im Heck des Audi oder auch des neuen Golf 8) sind heute möglich. Reflektoren in Form von spiegelnden Flächen und kleine Motoren sorgen je nach Lichtverhältnissen für die optimale Ausleuchtung der Fahrbahn, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Auch wenn bereits 1970 Citroen mit seiner Designikone DS21 das Kurvenfahrlicht in die Serienreife gebracht hat, kann man erste seit einigen Jahren behaupten, dass es in der breiten Serie Einzug gehalten hat. War es damals vom Einschlag des Lenkrades abhängig, wird heute durch eine ausgefeilte Sensorik (z.B. Querbeschleuningung) und Kameratechnik die Funktionen der LEDs gesteuert.

Gerade weil LED so kleine und effiziente Leuchtmittel sind, lassen sich diese vielfältig ab- und zuschalten, um so jederzeit eine optimale Sicht für den Fahrer und keine Störung der anderen im Straßenverkehr zu ermöglichen. Dieses Matrixlicht kann so sogar einzelne Bereiche des Leuchtkegels ausblenden, um ein Blenden zu verhindern. Selbst Reflektionen durch Wasser auf der Fahrbahn können so erkannt und für den Fahrer unschädlich gemacht werden. Auch wenn es derzeit noch ein recht teures Feature ist, wird dieser Art der Lichtsteuerung sicher die Zukunft gehören.

Übrigens: Die Pflicht, in jedem neu gebauten Fahrzeug ein Tagfahrlicht einzubauen, besteht bereits seit Februar 2011. Allein dieses Tagfahrlicht hat im Alltag viele Unfälle vermieden.

Wir wünschen Ihnen allzeit eine sichere Fahrt!

Ihr Autohaus Zeiger Team

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